Samstag, 18. Juli 2026

Mein Wein heißt Fritz oder Franz oder so

Kürzlich wurde mir ein Probierpaket mit drei Weinen von Franziska Herke angeboten. Da sich das interessant anhörte, habe ich ein Paket bestellt. Franziska Herke ist die Tochter (und, wie ich vermute, die designierte Nachfolgerin) von Joachim Herke in Oestrich. Ihre drei Weine werden als Rheingauer Landwein vermarktet. Es sind zwei Rieslinge und ein Müller-Thurgau, und alle drei Weine haben einen recht geringen Alkoholgehalt.  

 



2024 Franziska Herke Müller-Thurgau "Wald" 

Hellgelb 
Im Duft deutlich florale Noten (Lavendel, oder bilde ich mir das nur ein?), daneben aber auch eine an Birne und Melone erinnernde Frucht 
Am Gaumen eher leichtgewichtig, Aromatisch recht neutral wirkend, aber mit sehr schönem Mundgefühl. Trotz des für einen trockenen Wein (5 g/l) sehr niedrigen Alkoholgehalts von 10% fehlt dem Wein nichts. Er ist zugänglich und kommt mit milder Säure daher, nicht sehr komplex aber blitzsauber und sehr angenehm zu trinken. 

85-87, jung trinken 

 

2024 Franziska Herke Riesling "Hell" 

Hellgelb 
Animierender Duft nach knapp reifer gelber Frucht, etwas grünem Apfel und einer dezenten kräutrigen Komponente 
Am Gaumen dann recht schlank mit etwas zurückgenommener Frucht, wieder sehr animierend und frisch und mit längerem Nachhall als der Müller-Thurgau 
Schöner, knackiger und sehr straighter Riesling 

87-89, bis 2028  

 

2023 Franziska Herke Riesling "Franz" 

Hellgelb 
Im Duft rauchig, mineralische Prägung, dann gelbe Frucht 
Am Gaumen sehr gradlinig mit knackiger Säure neben der gelben Frucht. Im recht lange Abgang dann auch Zitrusnoten. Nur 10,5% Alkohol bei 5 g/l Restzucker. 
Spannender und wiederum sehr straighter Riesling. 

88-90, bis 2030+  

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen