Sonntag, 5. Juli 2026

Zwei Weißburgunder

Zum Abendessen passte Weißburgunder, und da abzusehen war, dass eine Flasche ohnehin nicht reichen würde, habe ich aus Neugier und Forscherdrang die Gutsweine von Dönnhoff und Schäfer-Fröhlich geöffnet. Beide stammen aus dem Jahr 2024 und haben auf den Cent das gleiche gekostet. Eine Premiere war es insofern, als das mein erster Weißburgunder von Schäfer-Fröhlich war - voraussichtlich allerdings nicht der letze. 

 


 

2024 Dönnhoff Weissburgunder

Helles Gelb 
Im Duft florale Noten, Melone, aber auch gemüsige Noten 
Am Gaumen gut abgestimmt mit lebendiger Säure und dezentem Schmelz, mittlerer Nachhall 

85-87, bis 2028 

 

2024 Schäfer-Fröhlich Weisser Burgunder

Sehr helles Gelb 
Im Duft zurückhaltend, etwas gelbe Frucht, Banane(?) 
Am Gaumen schlank wirkend, spritzig mit dezenter Frucht, wirkt durch seine Mineralik irgendwie "hintergründig" und vor allem sehr animierend. Eine ganz andere Stilistik, die mir sehr gut gefällt. 

87-89, bis 2030  

 

Diese Notizen sehen recht eindeutig aus, spiegeln aber zuallererst meinen persönlichen Geschmack wieder - meiner Frau schmeckte der Wein von Dönnhoff besser.