Freitag, 10. Juli 2026

...sonst ist der bittre Frost mein Tod.

Den Titel hat mein Sohn (4) mitzuverantworten, der ganzjährig Martinslieder singt, so dass ich diese Zeile stets präsent habe. Sie kam mir im Zusammenhang mit diesem Wein wieder in den Sinn. Ende April 2024 gabe es verbreitete Spätfröste, die auf schon recht weit entwickelte Reben trafen. Es kam dadurch verbreitet zu hohen Ernteausfällen. Am stärksten betroffen war das Ruwertal, wo der Karthäuserhof nur etwa 5% einer normalen Ernte einbringen konnte. Dadurch gibt es nur einen aus eigenen Trauben erzeugten Wein, nämlich den Karthäuserhofberg Riesling Kabinett. Und auch davon gibt es, soweit ich weiss, nur 4000 Flaschen. Ab Weingut war der Wein auch nicht einzeln, sondern nur in einem Paket mit zwei anderen Jahrgängen erhältlich. Erstaunlicherweise läßt er sich jedoch trotz der geringen Erntemenge auf dem Sekundärmarkt (noch) recht leicht finden. 



2024 Karthäuserhof Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling Kabinett 

Hellgelb 
Im Duft knapp reife gelbe Frucht, wie ein noch nicht ganz ausgereifter Pfirsisch, daneben auch grünkräutrige Noten 
Auch am Gaumen gelbfruchtig, zudem etwas Zitrus, animierend, mit eher feinherbem Profil (bedingt durch die Säure und den mit 24g/l eher niedrigen Restzuckergehalt) und recht langem Finale. Sehr schöner Kabinett mit Zukunft. 

89-91, bis 2040+  

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