Nach einem dreiwöchigen weinfreien Urlaub hatte ich heute Lust auf einen guten Tropfen. Und da heute erstens Pinot-Noir-Tag und zweitens das Wetter (endlich mal wieder) rotweintauglich ist, sollte es Spätburgunder sein. Meine Wahl fiel auf den "R" des (rheinhessischen) Weinguts Saalwächter aus dem (rheingauer) Assmannshäuser Höllenberg. Der "R" stammt aus dem besten Fass des Höllenbergs und ist entsprechend rar (300 Flaschen, soweit ich weiß) und auch selbstbewusst bepreist.
2018 Saalwächter Assmannshäuser Höllenberg "R"
Recht helles Rot
Unmittelbar nach dem Öffnen strömt aus dem Glas ein feiner, delikater Duft mit vor allem roter Frcuht (Erdbeere und Himbeere, mit mehr Luft Kirsche), dahinter gewürzige Noten und etwas Menthol, das Ganze bei aller Intensität elegant und fast schwebend wirkend. Mit mehr Luft auch florale Noten (Rosenblätter?)
Auch am Gaumen rotfruchtig mit prägnanter Säure. Wieder sehr elegant mit seidigem Tannin, mittellanger rotfruchtiger Abgang.
Hält am Gaumen (noch?) nicht ganz, was die Nase verspricht.
90-92+, mit der nächsten Flasche werde ich noch zwei bis drei Jahre warten
