Barolos und Barbarescos von Angelo Gaja sind Weine, die preislich weit nördlich meines Budgets liegen. Dachte ich jedenfalls. Bis ich durch ein Tauschgeschäft mehr zufällig an eine Flasche Dagromis kam. Nicht, dass der billig wäre (um die 100 Euro sind da fällig), aber er ist preislich doch sehr deutlich unter den beiden anderen Barolos des Hauses (Sperss und Conteisa) angesiedelt. Die Trauben stammen aus La Morra und Serralunga d'Alba.
Nachdem die Flasche nun mal da war, habe ich sie (vermutlich viel zu früh) entkorkt. Am ersten Tag war der Wein dann auch durchaus abweisend. Zwei Tage später präsentierte er sich deutlich angenehmer. Aber zum echten Barolo-Fan macht mich auch dieser Wein nicht.
2020 Gaja Barolo "Dagromis"
Recht helles Rot mit Wasserrand
Recht ausladender und vielschichtiger Duft mit roter Frucht (Erdbeere, Granatapfel), floralen Noten (Blütenblätter) und einer erdigen Komponente
Am Gaumen zupackend mit noch recht kräftigem Tannin und präsenter Säure. Die feine Fucht macht sich dann mit etwas Verspätung bemerkbar und gibt dem Wein eine Eleganz, die man anfangs nicht erwartet hätte.
91-93, dürfte von weiterer Lagerung profitieren. Derzeit würde ich auf jeden Fall längeres Dekantieren empfehlen. Bis 2035

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