Die Bodega Chacra liegt im Norden Patagoniens und wurde von Piero Incisa della Rocchetta, dem Enkel des Gründers von Sassicaia, 2004 gegründet. Das Klima dort ist durch starke Tag-Nacht-Gegensätze gekennzeichnet. Angebaut werden, soweit ich weiß, Chardonnay und Pinot Noir. Einen Chardonnay von Chacra (die in Kooperation mit Jean Marc Roulot entstehen) hatten wir hier schon (guckstu hier). In den letztenm Tagen waren zwei Pinot Noirs dran. Der Barda ist der Basis-Pinot, der Cincuenta y Cinco stammt von 1955 gepflanzten und damit ziemlich alten Reben.
Die Weine der Bodega Chacra sind sind vergleichsweise leichtgewichtig, mit moderatem Alkoholgehalt, und vor allem fein und sehr elegant.
2020 Bodega Chacra Pinot Noir "Barda"
Helles bis mittleres Rot
Eher zurückhaltender, feiner Duft nach Kirsche und floralen Noten (Rose?)
Am Gaumen leichtgewichtig mit Noten von süßer Kirsche und wiederum feinen floralen Akzenten. Sehr elegante Stilistik mit seidigem Tannin, ganz feiner Säure und einem leichten Süßeeindruck.
88-90, jetzt in bester Trinkreife, die er noch einige Jahre halten dürfte
2019 Bodega Chacra Pinot Noir "Cincuenta y cinco"
Noch recht jung wirkendes Mittelrot
Sehr feiner, vielschichtiger Duft nach roten Früchten (Erdbeere), Kirsche und Gewürznoten (Wacholder)
Sehr eleganter Wein, eher leichtgewichtig, aber mit schöner Frucht (etwas dunkler als im Duft), hochfeinem Tannin und langem Finale.
91-93, wird sicher noch fünf und mehr Jahre Freude machen (und vermutlich unterschätze ich aufgrund des eher leichten Charakters des Weins sein Alterungspotenzial)

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